Lieber Wolfgang, wir freuen uns, dass Du Dir Zeit für ein Interview mit uns nimmst, damit Dich unsere Leser kennenlernen können.

Seit wann bist Du als Autor tätig, und was hat Dich dazu bewegt, Autor zu werden?

Ich habe in meiner beruflichen Vergangenheit viele Fachtexte geschrieben, und schon dort versucht, so langweilige Themen wie beispielsweise die gesetzliche Rentenversicherung, den Autoschutzbrief oder aber auch die Verkaufspsychologie so spannend wie möglich zu verpacken. In der Tat war es dann ein Traum, der mich 2012 dazu bewegt hat, mein erstes Buch zu schreiben, denn die Idee war so verrückt und war bislang (so glaube ich) noch nicht erzählt worden. Nachdem mir diese Geschichte offenbar so spannend gelungen war – und irrwitzigerweise von der Geschichte eingeholt wurde (Abhörskandal!) – verlangten meine Leser nach einer Fortsetzung. Dann habe ich, ohne dies ursprünglich geplant zu haben, weiter gemacht. Gerade ist nun mein neuster Thriller „…und ich will nicht gnädig sein!“ erschienen, auch wieder politisch aktuell.

Woher nimmst Du die Inspiration für Deine Bücher?

Meist ist es eine spontane Idee, die mir in den Sinn kommt und mich nicht mehr loslässt. Diese reift dann immer weiter, bis sich eine Geschichte daraus ergibt. Ich reise viel und das, was ich aus fremden Kulturen und besonderen Schauplätzen aufsauge, lasse ich in meine Bücher mit einfließen. Außerdem schnappe ich immer wieder sensationelle Berichte aus der Presse auf, die ich dann mit verarbeite, so wie im aktuellen Buch – Leute, die im Auftrag der Regierung ganz professionell aus Gefängnissen ausbrechen – das gibt es wirklich.

Wie lange schreibst Du im Schnitt an einem Buch, und an welchen Orten fällt Dir das Schreiben besonders leicht?

Meine ersten Bücher habe ich parallel zu meinem Job geschrieben, da brauchte ich etwas länger, gut ein Jahr. Für mein neuestes Buch hatte ich Zeit und konnte mehr oder weniger in einem durchschreiben, das hat nur vier Monate gedauert, rein für die Schreiberei. Ich schreibe zuhause in meinem Arbeitszimmer, wo ich meine Ruhe und Muse brauche.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag als Autor aus?

Nachdenken – recherchieren – schreiben – lesen – korrigieren

Was sind Deine persönlichen Lieblings-Genres, und was begeistert Dich an diesen Genres ganz besonders?

Für mich muss ein Buch spannend sein von der ersten bis zur letzten Seite. So lese ich am liebsten Thriller oder einen spannenden Krimi. Für mich als Leser wie auch als Autor muss das Ende eines jeden Kapitels so fesselnd sein, dass ich mir vor dem Schlafengehen sage: „Komm, ein Kapitel geht noch…!“

Was ist Dein persönliches Lieblingsbuch anderer Autoren?

Ich lese gerne Bücher von Jussi Adler Olsen oder Robert Ludlum, die auch ein Stück weit Vorbild für meinen eigenen Stil waren. Das Buch, was mich schon vor langer Zeit am meisten fasziniert hatte, war „Der Borowski-Betrug“, was später als Bourne-Identity verfilmt wurde – ja, Mr. Bourne hieß im Original Jason Borowski.

Schreibst Du aktuell an einem neuen Buch, oder planst Du, an einer neuen Idee zu arbeiten?

Jetzt habe ich gerade mein neues Buch veröffentlicht und bin mit Lesungen beschäftigt. Somit gedanklich noch bei dieser Geschichte. Aber irgendwann zündet mit Sicherheit wieder ein neuer Gedanke und formt sich zu einer Geschichte – ob in einem Monat oder einem Jahr… Die ersten Funken gibt’s schon!

Auf welches Deiner Bücher bist Du ganz besonders stolz?

Auf alle natürlich, denn ich habe in jedes viel Zeit, Ideen und Energie investiert, da bin ich auf jedes Ergebnis stolz. Aber natürlich ist das erste Werk immer ein besonderes, weil damit die Leidenschaft fürs Schreiben geweckt wurde und durch die positiven Reaktionen der Leser ein Weitermachen erst richtig Spaß gemacht hat.

Hast Du vielleicht einen oder mehrere Tipps, die Du angehenden Autoren mit auf den Weg geben kannst?

Das wäre ja schon anmaßend, aber man sollte immer an sich glauben und sich nicht von den vielen Absagen der Verlage entmutigen lassen. Irgendwann liest der Richtige das Buch. Und wenn nicht, hat man eben selbst seinen Spaß gehabt. Wie viele talentierte Fußballer gibt es weltweit, die keinen Penny damit verdienen und trotzdem mit Leidenschaft spielen?

Hier auch ein sehr interessantes Interview mit den Kindle-Ingenieuren, aufgeteilt in zwei Videos:

 

Das Team von Indie-Bücher bedankt sich ganz herzlich bei Dir und wünscht Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg!

Psst: Du kannst gerne über die Kommentar-Funktion Fragen an den Autor stellen. Wir leiten diese dann weiter!