Wer ist Peter Kruse

In dem Autorenprofil zu Grenzenlos ist folgendes nachzulesen:
Peter Kruse lebt ein Leben, in dem die einzige Konstante der Wechsel ist. Sein Werdegang ist gezeichnet von extremen Höhen und Tiefen. Er war vermögend und arm, erfolgreich und depressiv, geliebt und einsam, voller Lebensfreude und dem Tod mehrere Male nur knapp entkommen. Deutschland, England, Costa Rica, Guatemala, Kuba und Honduras waren seine Heimat.
Geboren wurde er 1963 in einem kleinen Ort in Niedersachsen, hat aber Hamburg schon frühzeitig zu seiner Wahlheimat gemacht. In Deutschland hat er BWL, in England Marketing und Philosophie studiert, bevor er sich 1992 auf die Reise nach Mittelamerika begab.
Heute lebt er am wunderschönen Río Dulce, nahe der Karibikküste von Guatemala. Aufgeben war nie eine Option.

Warum schreibe ich

Mein Buch Grenzenlos habe ich geschrieben, um meine Lebenserfahrung aus mittlerweile über 5 Jahrzehnten, in unterhaltsamer Form, an andere Menschen weiterzugeben. Erfahrungen werden nicht vererbt, jeder muss sie selber machen. Jeder hat aber die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer zu lernen. Damit beschleunigt man den eigenen Reifeprozess. Man muss ja nicht selber die Hand auf die Herdplatte legen um festzustellen, dass dies weh tut.
In erster Line möchte ich meine Leser aber unterhalten, zum Schmunzeln und zum Nachdenken animieren. Dazu nehme ich sie mit auf die gedankliche Reise durch mein ereignisreiches Leben.

In welchem Genre schreibe ich und warum

Grenzenlos ist mein erstes Buch. Es ist sehr stark autobiografisch geprägt, sehr persönlich. Schreiben ist etwas, was mir immer schon sehr viel Freude gemacht hat.

Welche Bücher ähneln meinem Buch Grenzenlos

Ein Insel nur für uns von Nina Hoffmann, Boarderlines von Andreas Brendt, Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling, Frühstück mit Elefanten von Gesa Neitzel, Das Cafe am Rande der Welt von von John Strelecky, Entdecken Sie ihre Berufung von Barbara Costa, Am Arsch vorbei geht auch ein Weg von Alexandra Reinwarth, Die Geschichte deines Lebens von Michael Winter.

Mein Buch erscheint als Printbuch und ebook im Kindle-Shop in den Kategorien Kurzgeschichten, Action & Abenteuer, Literatur & Fiktion, Reise & Abenteuer, Biografien & Erinnerungen, Gegenwartsliteratur, Romanhafte Biografien, Geschenkbücher, Romane & Erzählungen. Grenzenlos war in den letzten Wochen mehrmals #1 Bestseller in zwei verschiedenen Kategorien auf Amazon.

Kurzbeschreibung Grenzenlos

Der Klappentext, geschrieben vom Redaktionsleiter der Augsburger Allgemeine Zeitung, Alfred Schmidt, fasst den Inhalt von Grenzenlos sehr schön zusammen:

„Autor Peter Kruse lässt Max, den Erzähler, überwiegend sein eigenes spannendes Leben beschreiben, das sich seit mehr als zwei Jahrzehnten in Mittelamerika abspielt. Ein junger Deutscher landet in Costa Rica, Kuba und Guatemala, wo er nicht zum Aussteiger, sondern zum Einsteiger wird. Max überschreitet Grenzen, setzt sich über gängige Klischees und Vorurteile hinweg und wird mit einer neuen Heimat unter Menschen belohnt, die selbst in Armut und unter widrigen Lebensverhältnissen häufig fröhlicher sind als viele Wohlstandsbürger im reichen Deutschland.
Kruse erzählt unterhaltsam und erfrischend Geschichten aus dem Alltag in einer Weltregion, in der ein Menschenleben erbärmlich wenig wert sein kann, und das Zusammenleben doch so oft von großer Mitmenschlichkeit und herzlicher Freundlichkeit geprägt ist. Kruse macht seinen Lesern Hoffnung, indem er aufzeigt: Es lohnt sich immer, Grenzen zu überschreiten, nie zu verzagen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Auf das Buch stieß ich in Südfrankreich, wo ich zufällig den Autor kennen und schätzen lernte. Kruse selbst handelt in seinem außergewöhnlichen Leben so wie er schreibt. Das kurzweilige Buch, das einem Wert und Lohn von Neugier und Aufgeschlossenheit vor Augen führt, habe ich in einem Zug gelesen. Ich kann es nur empfehlen“.

Alfred Schmidt, Augsburger Allgemeine

Abgesehen davon, ist noch folgende Beschreibung erschienen:
Auswandern? Nein, das war eigentlich nicht die Idee gewesen. Sein Plan war, in Costa Rica Spanisch zu lernen und dann nach Deutschland zurückzukehren um sein Leben nach ein paar Monaten dort wiederaufzunehmen. Das mit der fremden Sprache hat funktioniert, die spricht er mittlerweile fließend. Sein Rückflugticket hingegen hat er irgendwann weggeworfen. Es war einfach viel zu schön in der neuen, exotischen Welt.
Heute blickt der Autor, alias Max, auf über 20 spannende Jahre in Zentralamerika und der Karibik zurück. Costa Rica, Guatemala und Kuba wurden zu seinen Lebensstationen. Das Schicksal machte ihn zum Aussteiger und damit gleichzeitig zum Einsteiger, in eine Welt voller tropischer Schönheit. lebenslustiger Menschen und aufregender Momente.
„Grenzenlos“ soll unterhalten, zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. Das Buch erzählt von Begegnungen, Erlebnissen, Erfolgen, aber auch Rückschlägen aus über 2 Jahrzehnten „Zigeunerleben“. Aufgeben war nie eine Option. Diesen Wissensschatz weiterzugeben und anderen Menschen anhand seiner eigenen Geschichte Mut zu machen, ist ein wichtiger Bestandteil der Lektüre. Erfahrungen werden nicht vererbt, jeder muss sie selber machen. Allerdings kann man von den Pleiten und Pannen anderer lernen, um damit seinen eigenen Lernprozess erheblich beschleunigen.
Das Leben ist mehr als nur atmen. Träume hat ein jeder von uns, sie gehören zum Menschsein. Sie sollten gelebt werden, mit Zuversicht und Glaube an sich selbst. Das ist die Botschaft des Autors. Und wenn es dem ein oder anderen zunächst noch Angst macht, na dann halt mit Angst. Sicher, ein ungewisses Abenteuer kann gefährlich sein. Routine aber ist auf Dauer tödlich.
Niemand hat bislang auf dem Sterbebett bereut, nicht mehr Zeit im Büro verbracht zu haben. Jeder bekommt nur eine Chance sein Leben zu leben. Gestern geht nicht mehr, jetzt muss es sein.
„Der beste Moment einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Moment ist heute“

(Asiatische Weisheit)

„Grenzenlos lässt sich keiner eindeutigen literarischen Schublade zuordnen. Vielmehr war dem Autor daran gelegen, verschiedene Themengebiete und -bereiche zu verbinden. Damit wird eine weitgefächerte Leserschaft angesprochen. Es geht um Abenteuer, Aussteiger & das Aus- bzw. Einsteigen, Auswandern & Auswanderer, Urlaub und exotische Länder sowie traumhafte Reiseziele Mittelamerikas wie Costa Rica, Kuba, Nicaragua und Guatemala. Die Erzählung ist autobiografisch, gemischt mit Fiktion. Sie beginnt in der Zukunft in den USA, lässt die Vergangenheit des Autors in Deutschland und England Revue passieren, um schlussendlich wieder in Nordamerika zu enden. Nur vordergründig geht es in der Lektüre um Reisen, Urlaub und Fernweh. Peter Kruse ist es wichtig, seine Erfahrungen und Erlebnisse aus mehr als 5 Jahrzehnten Leben in Zentralamerika an andere Menschen weiterzugeben. Themen und Themenbereiche wie Mut, Hoffnung, Erfolg, Glück, Lebenshilfe, Selbstfindung, Sinn des Lebens und auch Depressionen werden angesprochen. Es ist Reiseliteratur, Urlaubslektüre und Lebenshilfe.“

Grenzenlos Peter Kruse

Leseprobe Grenzenlos Peter Kruse

Prolog
„Nun wollen wir die Kirche doch im Dorf belassen. Der Junge hat nichts als Flausen im Kopf, aus dem wird nie etwas Besonderes“.
Mit dieser, wenig Euphorie aufkommen lassenden Prophezeiung, hatte Dorfschullehrerin Käthe Kotschi seine Eltern auf den Boden der Tatsachen genagelt. Das eindeutige Urteil einer solch honorablen Respektsperson wird nicht in Zweifel gestellt. Somit war für alle Beteiligten das kurze Lehrer-Eltern Gespräch auch wenig später beendet. Max, dem eigentlichen Protagonisten der Unterhaltung, wurde lediglich eine Zuhörerrolle zugestanden.
In vorliegender Erzählung über den schon frühzeitig von extremem Fernweh heimgesuchten Max, habe ich meine bisherige Biografie und prägende Begegnungen in den Rahmen einer fiktiven Zukunft gebettet. Dieses Buch lässt sich ganz bewusst keiner eindeutigen literarischen Schublade zuordnen. Vielmehr war mir beim Schreiben daran gelegen, genreübergreifend verschiedene Themengebiete miteinander zu verknüpfen, um eine breite Leserschaft anzusprechen. Ganz egal wie individuell wir Menschen auch sein mögen: Sinn für Humor, Neugier, Träume und Abenteuerlust verbindet uns alle. Es handelt sich bei diesem Buch sozusagen um ein modernes „Hans im Glück“, wenn Sie so wollen. Auch alle Märchen der Gebrüder Grimm sind letztendlich die Weitergabe von Erfahrungen in unterhaltsamer Form.
Die im Verlauf von fünf Jahrzehnten stetig in mir gewachsene Erkenntnis, dass jeder von uns selbst bestimmt wie zufrieden oder unzufrieden er ist, bildet Essenz und Rahmen dieser Erzählung. Alles was ich schreibe und beschreibe, führt stets zu dieser These zurück. Meine aktuelle Lebenseinstellung ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Reifeprozesses, genährt aus Fehlern, Enttäuschungen, Reflexionen, Lektionen und anderen Einflüssen, die ich auf meinem bisherigen Werdegang erleben und erfahren durfte. Sie haben es mir ermöglicht mein Denken und damit meine Welt zu ändern. Manchmal habe ich gewonnen, manchmal dazugelernt.
Wie ironisch erscheint es, dass sobald man zu der Überzeugung gelangt alles Wesentliche gelernt zu haben, es bereits an der Zeit ist sich vom Leben zu verabschieden. Aber anders kann es bei uns Menschen nicht sein, denn Erfahrungen werden nicht vererbt. Um alt und weise zu werden, muss man zunächst jung und naiv gewesen sein. Dennoch besteht die Option, von den Erfahrungsberichten anderer zu profitieren, anstatt sie alle auch selbst zu durchleben. Somit beschleunigen wir unseren Reifeprozess erheblich.
Diese Lektüre ist für den bevorstehenden Urlaub, als abendliche Bettlektüre, die Auszeit auf der Parkbank oder ein regenverhangenes Wochenende gedacht. Sie soll zum Nachdenken, in erster Linie jedoch zum Schmunzeln und Lachen animieren. Der Leser nimmt deshalb teil an zahlreichen Anekdoten aus Max’ Zeit in verschiedenen Ländern Zentralamerikas und der Karibik.
In einer Zeit rasant stattfindender Umbrüche und spiritueller Entwurzelung kann es nicht schaden, sich von mutmachenden Menschen und deren Geschichten beflügeln zu lassen.
Inspirierende Erlebnisse und Interpretationen in diesem Buch sind daher als winziges Gegengewicht zur Masse der Krimis und Fantasy-Büchern gedacht, die es dem Leser ermöglichen sich der Realität zu entziehen, um in schillernde Pseudowelten abzutauchen. Auch der von einer imaginären Internetwelt geprägte Zeitgeist verführt dazu, sich nach innen zu wenden. Warum nicht mit Zuversicht, Mut und Freude durch das wahre Leben gehen? Es ist doch ungleich spannender, sich seiner Existenz unvoreingenommen und mit Neugier zu stellen, sich anzunehmen wie man ist und stolz auf sich zu sein. Sei ein Held in dieser Welt, nicht im Cyberspace.
„Nur wer sich selbst liebt, kann auch seinen Nächsten lieben“. So soll die von Martin Luther übersetzte Bibelpassage „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ im Original gelautet haben. Die ursprüngliche Version ist also sehr viel eindeutiger im Bezug auf unsere primäre Eigenverantwortung: Liebe strömt von innen nach außen, von mir zu dir. Es fällt schwer jemanden zu lieben oder Sympatien zu entwickeln für eine Person, die sich selbst nicht mag. Und wenn es dann auch nicht unbedingt Liebe ist, so doch zumindest der gleiche Respekt, den jeder auch für sich selbst beansprucht.
Max, die Hauptfigur dieser Erzählung, verbrachte Jahrzehnte in Ländern mit bettelarmen Bevölkerungsschichten. Dabei traf er dennoch stets auf Menschen, die es eindrucksvoll geschafft hatten, für eine Verbesserung der prekären Lebensumstände zu kämpfen, in die sie hineingeboren waren.
Zurück in Europa fiel ihm daher gleich auf, wie viele, oftmals junge Leute sich hier einreden, keine Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben. Anstatt zu handeln, beschränken sie sich darauf, das „Glück der Anderen“ zu beneiden und das eigene Schicksal demütig hinzunehmen. Einmal vertraute ihm ein 12-jähriger Junge sogar an, sein Berufswunsch wäre Hartz-IV-Empfänger!
Weshalb gehen so viele Menschen davon aus, dass es ohne hohes Anfangskapital, akademische Titel, einflussreiche Kontakte und das “richtige” Aussehen unmöglich ist, seine ganz individuellen Wünsche und Träume zu verwirklichen? Zahlreiche Beispiele belegen doch, dass „gutaussehende“ Menschen, die mit einem bekannten Namen oder als Kinder vermögender Eltern geboren werden, es nicht automatisch leichter haben. Ganz zu schweigen von der allseits gerne bewunderten Prominenz aus Film und Fernsehen. Im Gegensatz zum Otto-Normalverbraucher muss diese höllisch aufpassen, in einem achtlosen Moment nicht von einem Paparazzo beim sich daneben benehmen erwischt zu werden. Auch kein wirklich beneidenswertes Leben, wenn man unter permanenter Beobachtung steht.
Der Schauspieler Richard Gere lässt sich manchmal die Bartstoppeln wachsen und kleidet sich wie ein Landstreicher. Dann setzt er sich für einige Zeit in New York City auf den Gehsteig. Die wenigen Menschen, die ihm dann Beachtung, womöglich sogar ein Lächeln schenken, lassen ihn wieder zu sich kommen. Zurück zu dem ordinären Menschen, der er im tiefsten Innern wirklich ist.
Doch diese Erzählung fokussiert nicht auf die „Prominenz“ und deren „Traumwelten“. Sie richtet sich an alle, und somit mehrheitlich an den „Menschen von nebenan“ und seine Träume. Sollte dieser es aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage, seines Alters, vermeintlicher Risiken eines möglichen Scheiterns oder der fehlenden Genehmigung von Freunden und Familie auf einen Versuch, seine Träume zu verwirklichen besser gar nicht erst ankommen lassen? Muss er sich seinem Schicksal ergeben und nehmen, was er kriegen kann? Natürlich nicht! Wenn Träume und deren Realisierung nicht Teil des Lebens wären, würde es diese Wörter gar nicht geben.
Als ich den Guatemalteken Jayro Bustamante kennenlernte, war dieser ein unbedeutender Regisseur für Werbespots, mit großen Träumen und ebenso viel Optimismus. Durch dem ihm auf der diesjährigen Berlinale verliehenen Silbernen Bären für seinen Film „Ixcanul“ hat sich dessen Leben radikal verändert. Seit seinem sensationellen Debut als Filmregisseur fliegt Jayro von Land zu Land, um immer neue internationale Auszeichnungen entgegenzunehmen. Bislang waren es 25 Preise in 19 Ländern. Seine Landsleute sind voller Stolz auf ihren preisgekrönten Sohn. Sein Beispiel wirkt wie Salbe auf dem vernarbten Selbstbewusstsein dieses gebeutelten Landes.
Während er noch an Ixcanul drehte, saßen wir bei einer gemeinsamen Freundin in Antigua zum Abendessen und haben ihm Mut zugesprochen. Heute gehört mein charismatischer Freund zur internationalen Filmszene. In einer Hinsicht schade, denn nun müssen María Eugenia und ich vorerst auf unterhaltsame Kochabende mit ihm verzichten.
Sollten besondere sozioökonomische Umstände allesent- scheidend sein, wie ist es dann möglich, dass es zahlreichen Menschen ohne ideale Ausgangskarten dennoch gelingt, tiefe Zufriedenheit zu erlangen? Trifft man nicht lachende Menschen in den Armutsvierteln von Bangladesch und zu Tode betrübte Selbstmordkandidaten aus westlichen „Wohlstandsländern“? Beide Gemütszustände haben mit einer ganz persönlichen, inneren Einstellung zum Leben und sich selbst zu tun.
Erfolg zu haben bedeutet nicht, ständig zu gewinnen. Das wäre eine Illusion und führt letztendlich zur Frustration. Zufriedenheit zu verspüren bedingt, an sich zu glauben und niemals den Mut zu verlieren. „Die Welt gehört den Furchtlosen“, hat Charles „Charly“ Chaplin – Waisenkind und lange Zeit Obdachloser – vor fast 100 Jahren manifestiert und anhand seiner eigenen Lebensgeschichte auch bewiesen. Es handelt sich also um keine Modeerscheinung, wenn man seine Befürchtungen überwindet und an sich glaubt.
Bereits an dieser Stelle sei angemerkt, dass Erfolg und Zufriedenheit nicht auf materielle Werte reduziert werden können. Harmonische Beziehungen, Freundschaften und soziales Engagement sind ungleich wichtiger für ein erfülltes Leben, wie die finanzielle Situation. Menschen mit einer ausgeprägten inneren Ausgeglichenheit wissen, dass Gedanken an Geld im Grunde völlig überflüssig sind. Sie führen leicht zu einer extrem hinderlichen geistigen Verkrampfung und vernebeln den Blick für das Wesentliche. Wer bei dem, was er macht, gut ist und Freude hat, generiert in den allermeisten Fällen fast unwillkürlich Geld. Ab diesem Moment verliert das Materielle auch gleich wieder an Bedeutung. Das eine zieht das andere nach sich. Warum also das Pferd von hinten aufzäumen und sich in seinem Handeln primär auf finanziellen Wohlstand fixieren? Reich ist doch bereits derjenige, der mit wenig zufrieden ist. Jayro Bustamante hat genau so gehandelt. Reichtum anzuhäufen ist nie die Triebfeder für das Erfüllen seiner ehrgeizigen Ambitionen gewesen.
Die Antwort auf die Frage, warum der Verlauf des Lebens nur in geringem Maße von externen Faktoren abhängt, ist ganz simpel: Weil es kaum allgemein gültigen äußeren Beschränkungen gibt, um unsere Fantasievorstellungen zu verwirklichen. In unseren Köpfen existieren lediglich innere Barrieren, wie Ausreden, Vorwände, Verhaltensweisen und Ängste, die jeder von uns selbst generiert oder generiert bekommt. Sie wirken wie ein Schatten vor den Augen und lähmen den Verstand. Nichts bestimmt den Verlauf unseres Lebens so sehr wie (Selbst-)Zweifel und wie wir damit umgehen. Angst darf nicht das Ende sein, sie muss am Anfang dessen stehen, was wir uns trauen.
Wir sollten, so wie Kinder es instinktiv tun, unsere Zeit und Energie nicht mit Gedanken verschwenden, die zu nichts führen. Besser man konzentriert sich auf diejenigen Dinge, auf die wir tatsächlich Einfluss ausüben können und wollen. Obwohl man ehrlicherweise zugeben muss, dass insbesondere die ganz pfiffigen Zwerge es meisterhaft verstehen so lange Lärm zu schlagen, bis auch das Unmögliche möglich wird. Ein durchaus nützlicher Charakterzug, der uns Menschen spätestens nach der Einschulung abgewöhnt wird.
Vor dem Verlangen etwas ändern zu wollen oder zu müssen, steht immer ein quälendes Gefühl der Unzufriedenheit. Wer zu lange in diesem Stadium verharrt und sich scheut den ersten Schritt zu tun, kommt gar nicht oder nur noch humpelnd voran. Früher oder später wird er sein Zögern bereuen, denn keine Entscheidung zu treffen ist auch eine Entscheidung. Man ist nämlich nicht nur verantwortlich für was man macht, sondern auch für was man nicht macht.
Herausragende Persönlichkeiten waren auch „normale“ Menschen, bis sie schließlich den Mut aufbrachten, außergewöhnliche Entscheidungen zu trefffen. Doch um zu bekommen was man nie hatte, muss man tun, was man nie zuvor getan hat, egal wie abstrus es einem zunächst anmutet. Jeder verrückte Plan war nur solange verrückt, bis er umgesetzt wurde.
Wir besitzen alle nur ein einziges Leben, mit der Option eher kreativ oder passiv zu sein, zu warten, dass etwas passiert oder sich zu holen, was man möchte. Die Frage, die jeder sich stellen sollte lautet: Will ich leben, oder lasse ich zu gelebt zu werden?
Bei all denjenigen, die sich nicht auf eine Wiedergeburt und damit auf eine zweite Chance verlassen wollen, um die Dinge anders oder besser zu machen, beschränkt sich das Leben auf den Zeitraum zwischen Geburt und Tod. Dieses Zeitfenster ist nicht selten kürzer als man annimmt. Warum also Pepsi trinken, wenn man eigentlich Lust auf Coca-Cola hat?
Jeder Mensch ist so einzigartig wie sein Fingerabdruck oder seine DNA. Es gibt unter uns niemanden, der nicht über ganz bestimmte individuelle Talente und Fähigkeiten verfügt. Diese bei sich zu erkennen und aktiv zu nutzen, ist nicht nur für jeden von uns machbar, sondern höchst empfehlenswert. Solch ein bewusstes Handeln führt zu persönlichem Erfolg und dem daraus resultierenden Selbstbewusstsein. Je mehr wir darauf eingehen, desto mehr Spaß bereitet es. Und je früher man anfängt, desto besser. Gleichzeitig ist es nie zu spät.
„Der beste Moment einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Moment ist heute!“
Eines Tages kam eine Frau zu Konfuzius. Sie beklagte sich, dass ihr Sohn vom Lehrer zwar ausgezeichnete Noten im Zeichnen erhielt, in Mathematik hingegen immer nur miserabel abschnitt. Konfuzius hörte aufmerksam zu und fragte die Frau:
„Was glaubst du, was du jetzt tun solltest?“
„Ich werde ihn unverzüglich Nachhilfe in Mathematik nehmen lassen“, antwortete diese.
Konfuzius schüttelte den Kopf und erwiderte:
„Sei nicht unklug, Frau. Finde lieber einen Meister, der deinem Sohn hilft, sein Talent für das Zeichnen zur vollen Blüte zu entfalten“.
Auf die heutige Zeit übertragen bedeutet dies: Vergiß den Wettbewerb, mach was dir Spaß bereitet und mach es so oft wie möglich. Niemand wird langfristig erfolgreich sein in etwas, an dem er keine Freude verspürt. Und wenn dir die Erfüllung deiner Zukunftswünsche Angst macht, dann mach es halt mit Angst. Wer niemals seine Furcht überwindet, wird viel verpassen. Kleine und große Erfolgserlebnisse fördern und stärken unser Selbstvertrauen. Sie lassen uns und andere an uns glauben. Letztendlich bilden sie den Schlüssel zu tief empfundener Zufriedenheit und führen zu Respekt und Anerkennung seitens unserer Umwelt. In letzter Instanz bescheren sie uns das, was wir gemeinhin als „Glücksgefühle“ bezeichnen.
Als Jugendlicher las Max in der Lokalzeitung seines Heimatortes einen bemerkenswerten Bericht über eine 64-jährige Rentnerin und deren Enkel. Beim Spaziergang durch den Wald jonglierte der Junge auf einem Stapel Holzstämmen. Plötzlich kam der Stapel in Bewegung. Der Junge stürzte und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht unter einem der Stämme eingeklemmt. Seine Großmutter kam ihm sofort zur Hilfe, indem sie einen etwa 100 kg schweren Baumstamm anhob, um ihren Enkel zu befreien. Zunächst war sie nicht bereit, sich über dieses, von ihr eher zu verdrängen versuchte Ereignis zu äußern. Erst nachdem es ein Journalist nach einigem Drängen geschafft hatte, sie zu interviewen, gestand sie, wie wehmütig sie ihre unglaubliche Rettungsaktion im Nachhinein gestimmt hatte. Seit diesem Vorfall fragte sie sich, wozu sie sonst noch in ihrem Leben imstande gewesen wäre. Hätte sie doch nur zuvor auch jedes Mal so vorbehaltlos an das Gelingen ihrer Vorhaben geglaubt, wie im Fall der Rettung ihres Enkels.
In diesem präzisen Augenblick war keine Zeit gewesen, Pro und Kontra abzuwägen, Dritte zu konsultieren oder jemand anderen vorzuschieben. Sie handelte instinktiv. Dadurch brachte sie genau das zustande, was durch längere Bedenkzeit mit absoluter Sicherheit von ihr selbst als absurdes Vorhaben abgetan worden wäre.
Um die immense Bedeutung, an seine individuellen Möglichkeiten zu glauben, ohne sie gleichzeitig infrage zu stellen, geht es im letzteren Teil dieses Buches.
Träume, Sehnsüchte und Illusionen gehören schon immer zum Menschsein und sie unterscheiden uns von anderen Lebewesen. Man kann sie aufleben oder verkümmern lassen. Jedoch ist das Realisieren von Träumen nichts für Tagträumer. Wer das eine will, muss das andere mögen. Der Träumer muss bereit sein, alles Notwendige beizusteuern und mutige, manchmal auch unrealistisch anmutende Entscheidungen zu treffen. Geduld, Ausdauer, Risikobereitschaft sowie das Verkraften von Nackenschlägen und Enttäuschungen sind gefordert. Ein steter Tropfen hölt den Stein, weil er ausdauernd ist, nicht wegen seiner Stärke.
Der erste Schritt ist der schwierigste. Er bedingt, seinen Verstand zu ignorieren und dem Herz zu folgen. Später allerdings nicht vergessen, ersteren ab und zu wieder einzuschalten!
Das Buch welches allen gefällt, existiert nicht. Ich wünsche mir daher auch nur das es mir gelingt, meine Lebensphilosophie anhand dieser Erzählung an möglichst viele Menschen weitergeben zu können, die für kleine und große Veränderungen im Alltag empfänglich sind.

Es gibt auf dieser Erde mehr Menschen mit Hunger nach Liebe und Anerkennung, als nach Brot.

(Mutter Theresa von Kalkutta)